Wussten Sie eigentlich…

…dass Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht an Kreuzungen oder Einmündungen enden?

Streckenverbote (und das sind auch Geschwindigkeitsbeschränkungen) enden nur unter vier Bedingungen:

• dort, wo sie ausdrücklich (durch Verkehrszeichen) aufgehoben werden,
• wenn die Länge des Verbotes auf einem Zusatzzeichen angegeben war,
• wenn das Streckenverbot zusammen (gleicher Anbringungsort) mit einem Gefahrzeichen angebracht ist, dort, wo diese Gefahr zweifelsfrei nicht mehr besteht, und
• an Ortstafeln.

Die Wiederholung der Geschwindigkeitsbeschränkungen nach Einmündungen und Kreuzungen ist zwar üblich aber nicht vorgeschrieben. Die Wiederholung dient vielmehr nur der Vermeidung von Problemen bei der Ahndung von Verstößen, denn ortsunkundigen Fahrern ohne Ortskenntnis kann ansonsten kein Vorwurf gemacht werden, wenn sie das Streckenverbot nicht beachten.

Die aktuell auf der Hauptstraße in Sande auf der Grundlage der sog. „Erprobungsklausel“ befristet angeordnete Beschränkung auf Tempo 30 (insbesondere für den in rotem Asphalt gestalteten Bereich der „Ortsmitte“ der Gemeinde Sande) braucht nach den Einmündungen der Straßen „Am Markt“ nicht wiederholt zu werden. Wer aus den Einmündungen „Am Markt“ auf die Hauptstraße fährt, muss vorher auf jeden Fall die Tempo-30-Beschilderung auf der Hauptstraße passiert haben und damit um die Geschwindigkeitsbegrenzung wissen. Es gibt ansonsten keine Möglichkeit, dorthin zu kommen.