Liebe Sander Bürgerinnen und Bürger,

die Corona-Krise ist nun seit Monaten ständiger Begleiter in unserem Leben. Ob privat oder beruflich, nichts und niemand kann sich dem zurzeit entziehen.

Die Lage ist kompliziert. Es gilt die Balance zwischen dem Wünschenswerten und dem Notwendigen in einer Form zu finden, die Sie als Bürger der Gemeinde nicht überfordert oder frustriert und gleichzeitig das Notwendige versucht umzusetzen, um die Infektionsgeschwindigkeit in den Griff zu bekommen.

In diesem Spannungsfeld arbeiten alle öffentlichen, privaten, medizinischen und gewerblichen Bereiche und Institutionen mit den damit einhergehenden Widersprüchen und Problemen. Eine Schablone, die als Verhaltens- und Regelungsmuster herangezogen werden kann, existiert nicht. Täglich wird die Lage betrachtet und bewertet und weitere Regelungen oder deren Anpassungen werden notwendig. Es geht im Ergebnis immer um die Reduzierung von Wahrscheinlichkeiten, sich zu infizieren.

Mit den erlassenen Verfügungen und Verordnung auf den verschiedenen staatlichen Ebenen wird angestrebt, die Situation so gut wie möglich zu beherrschen. Das gefällt naturgemäß nicht immer allen und auch das Gefühl der Benachteiligung in dem einen oder anderen Fall lässt sich nicht vermeiden.

Nun ist ein wesentlicher Punkt der Problembehandlung aber auch, dass jeder ganz persönlich zu bewerten hat, welches Infektionsrisiko er für sich selbst akzeptieren will. Dabei muss sich jeder auch darüber im Klaren sein, dass eine Infektion auch eine sofortige restriktive Quarantäne, auch für direkte Kontaktpersonen bedeutet und er als mögliche Infektionsquelle im Vorfeld bereits andere angesteckt haben könnte.

Es ist im Moment nicht die Zeit, nach Lücken in den Verordnungen und Verfügungen zu suchen, um vielleicht etwas tun zu können, was nicht ausdrücklich verboten ist. Vielmehr ist es die Zeit zu verstehen, dass alles nicht wirklich Notwendige eben nicht getan werden muss.

Tun Sie bitte alles, um nicht infiziert zu werden. Das schützt Sie und ihre nächsten Mitmenschen am besten.

Ich weiß, dass in diesen Tagen alle ein hohes Informationsbedürfnis haben. Die Informationen stehen zur Verfügung. Nehmen Sie sich die Zeit, diese aufzunehmen. In der heutigen schnelllebigen Zeit, in der man auch im Internet dazu neigt, schnell das nächste anzuklicken, ohne die erste Information wirklich aufgenommen zu haben, ist das notwendig.

Danken möchte ich allen Menschen in unserer Gesellschaft, die mit ihrem Wirken so sehr dazu beitragen, dass die Versorgung und auch die Entsorgung steht, dass Hygiene durch Reinigung aufrechterhalten wird, dass Pflegebedürftige gepflegt und Kranke medizinisch behandelt werden, dass Brände gelöscht und Verletzte geborgen werden und dass Regeln und Gesetze eingehalten werden und für Sicherheit gesorgt wird. Diese Aufzählung ist, wie Sie sich vorstellen können, nicht abschließend.

Ich wünsche mir sehr, dass der auch in der Öffentlichkeit und von prominenten Persönlichkeiten gezeigte und geäußerte Dank an diese Menschen sich weit über die Zeit der Corona-Epidemie hinaus erhält. Ich wünsche Ihnen nur das Beste für die vor uns liegende Zeit.

Ihr

Stephan Eiklenborg

Bürgermeister