Bahnverlegung Sande

Aktueller Zeitplan

Nach aktuellen Informationen ist im Zusammenhang mit der Maßnahme Bahnverlegung Sande momentan von folgendem Zeitplan auszugehen:

Wie bekannt, ist die Bahnüberführung bereits im September letzten Jahres eröffnet worden.

Die Arbeiten für die Sanierung der Gleisanlagen der Strecke Varel – Sande (PF 4) wurden im April begonnen (siehe Foto). Die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bahnverlegung starteten im April 2017.

Z.Zt. finden umfangreiche Leitungsverlegungen im Bereich der K 312 und Kampfmittelsondierungen statt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich im September 2017 abgeschlossen und im Anschluss daran im Bereich des weiteren Streckenverlaufs und der K 294 voraussichtlich bis zum Frühjahr 2018 weitergeführt. Daran anschließend soll mit der Bauhauptleistung begonnen werden. Die Inbetriebnahme der Bahnverlegung ist im Dezember 2021 vorgesehen.

Des Weiteren wird im April 2019 das Stellwerk in Sande außer Betrieb genommen. Ab September 2019 sind die Gleisumbaumaßnahmen im Bahnhof Sande geplant. Für den Oktober 2020 ist der Baubeginn für den Fußgängertunnel und die Fertigstellung des Tunnels für Januar 2022 vorgesehen.

Das Foto zeigt die Maschine für das Verfahren zur Ertüchtigung des Untergrundes (Fräs-Misch-Injektion, FMI) wie es zwischen Varel und Sande zum Einsatz kommt.

Historie

Für den Bereich der Gemeinde Sande gibt es schon seit etwa 30 Jahren eine Forderung nach einer Bahnumgehung. Aufgrund des Bekanntwerdens der Auswirkungen des JadeWeserPorts auf die Hinterlandanbindung wurden verschiedene Gespräche mit Vertretern der DB und der Bundes- und Landesministerien geführt, um auf die Problematik in Sande hinzuweisen.

Legendär hierbei war der Pakt für Sande am 12.07.2006, der per Handschlag zwischen Bahnchef Dr. Mehdorn, Minister Hirche sowie Bürgermeister Wesselmann besiegelt wurde. Aber bereits im Vorfeld wurde durch die Einigung zwischen Ministerpräsident Wulff und Bahnchef Dr. Mehdorn auf den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg Sande wichtiges Etappenziel erreicht.

Chronologie der wichtigsten Ereignisse

Anfang 2017
Avisierter Termin für den Baubeginn
Die Baumaßnahme soll nach den derzeitigen Planungen Ende 2020 abgeschlossen sein.
06.03. - 20.03.2017
Auslegung des Planfeststellungsbeschlusses
9.01.2017
Planfeststellungbeschluss
Oktober 2015
Die Landesbehördlichen Stellungnahmen von der Anhörungsbehörde wurden an das Eisenbahn Bundesamt, Außenstelle Hannover, als Planfeststellungsbehörde weitergegeben.
11.03.2015
Erörterungstermin
Die Anhörungsbehörde erörterte die fristgerecht erhobenen Einwendungen und Stellungnahmen zu dem Plan mit dem Vorhabensträger, den Trägern öffentlicher Belange, sowie den betroffenen Personen und den Naturschutzverbänden, die Einwendungen erhoben haben. Ziel der Erörterung war es, eine Lösung mit dem Vorhabenträger und den Beteiligten unter Beachtung der Rechtslage zu finden. Zudem diente der Erörterungstermin dazu, die Informationsbasis der Anhörungsbehörde zu erweitern, um eine sachgerechte Entscheidung über die Zulässigkeit des Vorhabens zu gewährleisten. Der Erörterungstermin war nicht öffentlich. Lediglich der zuvor genannte Personenkreis bzw. Betroffene waren zugelassen.
07.01.2013
Auslegung der Planfestellungsunterlagen
In der Zeit vom 07.01.2013  - 07.02.2013 lagen im Rathaus der Gemeinde Sande die Planfeststellungsunterlagen zur Bahnverlegung Sande zur Einsichtnahme aus.
07.08.2012
Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung für die Bahnumfahrung durch die Deutsche Bahn, den Landkreis Friesland und der Gemeinde Sande
18.06.2012
Einleitung des Planfeststellungsverfahrens
13.10.2010
Informationsveranstaltung in Roffhausen zur Vorstellung der Visualisierung der Vorzugstrasse als teilweise ebenerdige Variante und als Dammlösung. Nach Prüfung der Alternativen, sprechen sich alle Beteiligten nunmehr dafür aus, die Trasse im Anschluss an die Überführung des Ems-Jade-Kanals ebenerdig verlaufen zu lassen.
15.04.2010
Informationsveranstaltung in Sande mit Vorstellung des künftigen Trassenverlaufes.
21.06.2007
Der Rat der Gemeinde Sande spricht sich für die Variante N2 als Vorzugstrasse aus, die möglichst ebenerdig errichtet werden soll.
15.05.2007
Offizielle Vorstellung der Trassenvarianten in öffentlicher Sitzung des Bauausschusses im Bürgerhaus Sande
06.09.2006
Besuch des Ministerpräsidenten Wulff in Sande
28.08.2006
Ministerpräsident Wulff und Bahnchef Dr. Mehdorn einigen sich auf die Notwendigkeit einer Bahnumfahrung Sandes sowie den zweigleisigen Ausbau der Strecke Oldenburg-Sande mitsamt Elektrifizierung
12.07.2006
Teilnahme des Bürgermeisters Wesselmann am Parlamentarischen Abend im Niedersächsischen Landtag mit legendärem Pakt für Sande zwischen Bahnchef Dr. Mehdorn, Landesverkehrsminister Hirche und Bürgermeister Wesselmann; die Bahn stellt zwei Trassenalternativen östlich und westlich der A 29 verlaufend vor.