Bienen unter Druck

„In den letzten Wochen ist die Thematik Schutz der Bienen auch in Sande verstärkt in den Fokus der Betrachtung gerückt. Bürger bemühen sich um Flächen und bieten sich an, einzurichtende Blumenwiesen zu pflegen und somit ihren Teil dazu beizutragen, den Bienen und Wildbienen hier in der Gemeinde das Leben etwas leichter zu machen. Aufgrund eines Vorschlages eines Sander Bürgers wurde diskutiert, ob Sande eine „Bienengemeinde“ werden solle, um hier mit gutem Beispiel voranzugehen. Das Ergebnis dieser Diskussion war, das Regionale Umweltzentrum (RUZ) in Schortens ins Boot zu holen. Hier fiel die Idee sozusagen auf fruchtbaren Boden. Ein erstes Gespräch im Rathaus hat bereits stattgefunden. Ebenso hat das RUZ bereits Kontakt mit einer engagierten Bürgerin aufgenommen. Für das Anlegen von blühenden Flächen gibt es vieles zu beachten. Angefangen von der Vorbereitung des Bodens bis hin zur Auswahl des richtigen Saatguts. Nach den Sommerferien ist eine Informationsveranstaltung durch das RUZ zum Thema im Rathaus geplant.

Das Forschungsinstitut Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven ist eine von inzwischen zehn Außenstellen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. 1817 gegründet, forscht Senckenberg nun seit 200 Jahren für die Natur und den Erhalt der Vielfalt. Zu diesem Anlass stellt das Senckenberg am Meer heimisches Saatgut für Wildwiesen (Region Niedersachsen) in kleinen Tüten zur Verfügung. Eine Tüte beinhaltet Saatgut für ca. 1 Quadratmeter Schmetterlings- und Wildbienensaum.

Im Rathaus stehen ca. 300 dieser Tütchen zum Abholen bereit. Interessierte Bürger*innen können sich während der Öffnungszeiten im Rathaus (Vorzimmer Bürgermeister, Frau Meyer) Saatgut für die Verschönerung des eigenen Gartens zum Nutzen der Bienen, Schmetterlinge und anderer heimischer Nützlinge kostenfrei abholen.

Ich darf dem Forschungsinstitut Senckenberg für die Idee herzlich danken.

Mit dieser Aktion soll das Bewusstsein für die Thematik Erhalt der Bienen, wie gesagt auch der Wildbienen, vergrößert werden.“