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Gemeinde und Geschichte

Sande - gestern und heute

Scherbenfund von der Warf in Altgödens
Keramikscherbe aus dem 9. Jahrhundert aus Altgödens
Die Gemeinde Sande ist eine typische Marschengemeinde zwischen der Geest im Südwesten und der Küste des Jadebusens im Osten liegend. Der Marschenboden ist durch das Auftragen von fruchtbaren Meeresablagerungen entstanden. Seit dem 10. Jahrhundert nach Chr. haben sich die Menschen durch gezielten Deichbau zu schützen vermocht und das Land damit gegen die Sturmfluten immer sicherer gemacht. Dennoch wurde die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde im Laufe der Jahrhunderte stets von den Kräften der See beeinflusst.

Frühe Siedlungsspuren finden sich hier in Form von Wurten und Warften, die sich in eine Zeit ab dem 05. Jh. nach Chr. zurückverfolgen lassen. Die erste Erwähung von Altgödens geht auf das Jahr 785 zurück. Sande wurde 1168 und Dykhausen 1175 erstmals erwähnt. Die Ortsgründung von Neustadtgödens geht auf das Jahr 1544, die von Mariensiel auf das Jahr 1570 zurück. Cäciliengroden wurde erst 1938 gegründet.

1972 wurde der Gemeinde Sande im Rahmen der Verwaltungsreform die ostfriesische Gemeinde Gödens eingegliedert. Damit vergrößerte sich die neue Einheitsgemeinde auf das Doppelte (45 qkm) mit heute rund 9.400 Einwohnern.


 
Luftbild Marktplatz
Luftbild von Sande
Nach dem letzten Krieg und mit der Erlangung der kommunalen Selbstständigkeit 1948 entwickelte sich eine attraktive Wohngemeinde, geprägt insbesondere durch die Errichtung von typischen Einfamilienhäusern mit Garten. Durch die Baulandpolitik konnte in den Ortschaften eine gute bauliche Verdichtung mit dörflichem und zum Teil städtischem Charakter in freundlicher Atmosphäre geschaffen werden. Insbesondere die Stärkung des Einzelhandels ist ein Ziel der Gemeinderatspolitik, um diese Charakteristik auch künftig beizubehalten. Im Gewerbegebiet haben sich viele kleine und auch größere Betriebe angesiedelt. Hier profitiert die Gemeinde von der äußerst günstigen verkehrsmäßigen Anbindung über Autobahn, Bahn und Flugplatz (Mariensiel).

Das Landschaftsbild rund um Sande wird durch grüne Wiesen und Weiden und die friesischen Hofstellen der Marschenbauern geprägt. Gerade in den letzten Jahren hat sich aber auch der Fremdenverkehr in der Gemeinde Sande rapide weiter entwickelt. Es gibt ein großes Angebot an Ferienunterkünften. Hier kann man in reizvoller und attraktiver Umgebung, nicht weit entfernt von den Badestränden der Nordsee, günstig Urlaub machen


 

Unsere Ortschaften

  • Sande
Sande ist mit über 5.000 Einwohnern der größte Ort in unserer Gemeinde. Viele Geschäfte und Firmen bieten ein reichhaltiges Angebot an Waren und Dienstleistungen. Diverse Vereine präsentieren ein buntes Angebot für die Freizeitgestaltung. Die Gemeinde bietet mit der Freizeitanlage „Sander See“ eine familienfreundliche Umgebung mit  Gelegenheiten zum Angeln, Wandern und zum Baden. Gleich nebenan lädt der Ems-Jade-Kanal zu Bootstouren ein.
  • Neustadtgödens

Der Ort ist ein einmaliges Ensemble einer Deichsiedlung mit typischen Handwerkshäusern und repräsentativen Gebäuden.  Der Ort wurde in der Frühen Neuzeit direkt an der Nordseeküste gegründet. Seine maritime Vergangenheit ist noch heute am ehemaligen Sielhafen sichtbar. Mit fünf Gotteshäusern der verschiedenen Glaubensgemeinschaften hat Neustadtgödens einen einzigartigen Status. Mehrfach wurde Neustadtgödens zum schönsten Dorf Frieslands erwählt.
  • Cäciliengroden
Direkt am Deich liegt diese gemütliche Grodensiedlung.  Hier werden viele Ferienwohnungen angeboten. Starten Sie von hier eine Radtour entlang des Jadebusens und schauen Sie sich die wunderbaren Skulpturen an, die die sieben Tage der Schöpfung darstellen. Werfen Sie vom Deich aus einen Blick in den Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“. Sie lernen hier eine Landschaft kennen, die auf der Welt einzigartig und deshalb besonders schützenswert ist. Die Salzwiesen gehören zu den besonders schönen Lebensräumen. Sie bieten sehr vielen Vögeln eine Heimat und es gibt hier ganz besondere Pflanzen.

Skulptur in Cäciliengroden
Skulptur "3. Tag der Schöpfung"
  • Mariensiel

Vom Flugplatz Mariensiel können Sie zu Rundflügen über die Region oder z.B. zu den nahe gelegenen Ostfriesischen Inseln starten. Sie können hier ein historisches Siel besichtigen und im Bürgertreff  „Zum Alten Fort“ schöne Feste feiern.
  • Dykhausen

Die Kirche prägt das Ortsbild von Dykhausen, das in der Nähe von Schloss Gödens gelegen ist. Vom Sportboothafen aus kann man schöne Spaziergänge entlang des Ems-Jade-Kanals unternehmen.